Die häufigsten Fragen + Antworten rund um den Hafen Ribnitz gibt's hier !
Viel ist seit der "Wende" schon geschehen, aber natürlich hat der Wassersport in Nordvorpommern noch keine Infrastruktur wie am Bodensee oder den holländischen Binnengewässern, doch gerade deshalb ist es so reizvoll dort.
Das Revier im Nordosten Deutschlands wird gebildet aus drei Inseln Fischland, Darß und Zingst, die im Laufe der Jahrhunderte versandeten und eine abgewinkelte Landzunge bilden. Die Bodden sind recht flach, die tiefste Stelle wird 4m kaum überschreiten und bis in die freie Ostsee müssen eine Reihe von engen Fahrwassern überwunden werden. Nichts für tiefgehende Kielyachten also, die Schiffe der Wahl sind flache Motorboote oder Jollenkreuzer wenn man segeln möchte. Das klassische Schiff der Region ist das Zeesboot, ein etwa 10 bis 12 Meter langes Fischerboot (Gaffelsegler) in Klinkerbauweise mit starken Sprung und Mittelschwert. Es gibt noch einige, doch natürlich nicht mehr als Fischerboote, sondern als Privatboote oder als Ausflugsboote für Touristen.
Was ist das ideale Boot für die Gewässer ? Die fehlende Tiefe legt flache Boote also Dayboats oder Jollen nahe, doch sollte man das Revier nicht unterschätzen ! Bei Starkwind (und den gibt es hier häufiger) kann ein kräftiger und höchst unangenehmer Seegang enstehen, der alles andere als ungefährlich ist. Darüber hinaus kann es in den engen Fahrwassern starke Strömungen geben, so daß eine kräftiger und zuverlässiger Motor (vor allem auch für Segler, die ja meist nur einen Flautenschieber haben) notwendig ist. Auch die Sicherheitsausrüstung sollte man entsprechend der offenen Ostsee und nicht wie am Starnberger See mitführen, und nicht zu vergessen einen vollen Reservekanister (Tankstellen sind nicht in jedem Hafen vorhanden). Natürlich kann man in den Boddenrevieren auch Schiffe chartern, und zwar sowohl tage- als auch wochenweise, doch ist das Angebot noch vergleichsweise klein gegenüber den arrivierten Charterrevieren. Die Idealkombination ist wohl Boot und Ferienwohnung, und Ferienwohnungen gibt es viele in dem Revier.
Das Wetter ist -wie immer an der See- wesentlich ausgeglichener, so
herrscht von Mai bis September ein angenehmes Klima. Das Klima selbst gilt
als "Reizklima" und ohne auf die medizinische Dinge eingehen zu wollen,
darf man sagen : es ist eine Erholung für jeden der von Heuschnupfen
geplagt ist.
Langjähriges Mittel MAI JUNI JULI AUG. SEPT. OKT.
Temp in °C Tag 16,8 20,1 22,0 21,4 18,0 12,4
Temp in °C Nacht 6,9 10,3 12,9 12,6 9,3 5,9
Sonnenstunden 7,4 7,5 7,0 6 5,3 3,0
Regentage 12 12 15 14 13 18
Temp Ostsee °C
9 13
16 17
15 12
Dazu kommt, daß viele Straßen von Alleebäumen gesäumt werden, ein unvergesslicher Anblick aber leider sieht man den Gegenverkehr schlecht, wenn dieser kein Licht eingeschaltet hat, daher Abblendlicht an auf allen Alleen !
Rostock (A/WS/WFT), Barhöft (A/WS), Barth (A/WS/WFT), Wustrow (WS), Vitte(WS), Ribnitz-Damgarten (A/WS/WFT), Schaprode (Hiddensee, A/WS), Wiek(WS/WFT), Stralsund (A/WS/WFT).
Wenn Sie ohne vorbestellte Unterkunft fahren sollten Sie folgendes beachten :
FISCH SATT ist die Devise im Boddenrevier, dabei sollte eine Kutterscholle mit Speck und Kartoffelsalat nicht mehr als € 7,-- bis 9,-- kosten und ein Babyzander bei € 11,-- liegen, der Aal geräuchert oder gebraten sollte um DM 18,-- kosten (1998).
Eine kleine Anmerkung noch zu den Sprachgewohnheiten, daß ein Broiler ein Hähnchen ist, hat sich ja in der Republik herumgesprochen. In der Region wird in vielen Lokalen aber als Vorspeise "Würzfleisch" angeboten, -- Sie wissen nicht was das ist ? Ganz einfach, eine Art Ragout Fin und kommt überbacken in einer kleinen Porzellanform. Nur mit Vorsicht und landesüblich mit (viel) Worchester Sauce zu genießen.
Getrunken wird natürlich Pils aber - wir waren erstaunt - in fast jedem Lokal wurde bayerisches Weißbier angeboten, und dies zu Preisen die unter den Preisen der Münchner Großgastronomie liegen.
Bei den "geistigen Getränken" steht natürlich der KORN im Vordergrund und (warum wohl) der WODKA. Beides ist in guter Qualität bereits für € 1,00 bis € 2,-- pro 2cl zu haben (stimmt schon, kein Druckfehler).
Wein dagegen wirft ein echtes Problem auf, in den selbst ernannten "Luxushotels" ist der "Aldi"-Pinot Grigio kaum zu bezahlen und in den bodenständigen Kneipen sahen wir die gleiche Weinkarte eines Grossisten mit so großen Preisvariationen, das wir vom Genuß Abstand genommen haben. Ausnahmen mag es geben, wir zumindest keine gefunden.
Ein guter Rat ist es (Klapp-)Fahrräder mitzunehmen, denn die Region ist ideal für Fahrräder geeignet und sie sind auch beim Einkauf im Dorf hilfreich, vor allem wenn der Supermarkt weit weg auf der freien Wiese liegt.
Am Südende des Saaler Bodden gelegen sind die Gemeinden Ribnitz und Damgarten erst seit 1952 eine Stadt. Die Gemeinde war früher Grenzstadt mit einer mächtigen sehenswerten Marienkirche nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Die Stadt selbst ist Einkaufszentrum der Region; Supermärkte und etliche Geschäfte finden sich in der Stadt, eine Großtankstelle am Stadtrand (Richtung Rostock).
Im Frühjahr 2001 wurde eine wunderbare neue Slipanlage im Stadthafen eingeweiht. Diese ist öffentlich und kostenlos. Die max. Belastung sollte 5 Tonnen nicht überschreiten. Ein Mobilkran kann bei Bedarf unter der Telefonummer 03821-720707 bzw. 0171-7483163 angefordert werden. Gastliegeplätze gibt es im Stadthafen oder beim Segelclub mit WC und Duschen ( östlich dieses Kartenausschnittes ).
Banken sind am Marktplatz (300m vom Hafen) ebenso Apotheke und Ärzte.
Sehenswert ist das BERNSTEIN - MUSEUM (09:30-16:30, Erw. € 2,--). Wer
allerdings Bernstein kaufen möchte, der sollte weder im Museum noch in
den Geschäften am Markt kaufen, sondern einen der kleinen Handwerksbetriebe
in Ribnitz aufsuchen, die den Bernstein verarbeiten. Es gibt übrigens drei
Güteklassen von Bernstein : unter der Bezeichnung BERNSTEIN allein versteht
man auch Abfälle oder Reste, die unter Druck und Hitze wieder zusammengepresst
wurden. ECHT BERNSTEIN ist zwar nicht aus Abfall neu gewonnen, sondern ein echter
Stein, der aber auch künstlich behandelt wurde (z.B. geklärt um durchsichtig
zu werden). Nur die Bezeichnung ECHT NATUR BERNSTEIN garantiert einen wirklichen
Bernstein. Das Rohmaterial für die Schmuckstücke kommt übrigens
nur zum Teil aus der Ostsee , das meiste Material kommt aus den Tagebauten bei
Bitterfeld (richtig, aus dem Binnenland). Wenn Sie aber trotzdem selbst suchen
wollen, dann haben Sie die besten Chanchen kurz nach Sonnenaufgang, wenn Tags
zuvor eine steifer NO mit mindestens 6 Bft geweht hat.
Ein dreigeteilter Ort, es gibt Dierhagen-Dorf mit dem Boddenhafen, Seebad Dierhagen
mit Strand an der Ostsee und Dierhagen Ost ebenfalls auf der Ostseeseite. Dierhagen
ist eigentlich ein idealer Ausgangspunkt für die Boddenlandschaft. Der
neu ausgebaggerte Boddenhafen verfügt maximal über eine Tiefe von
2,2 m (und auch das nicht immer), so daß man nur mit flachgehenden Booten
einlaufen kann, Slipanlage + Wasseranschluß ist vorhanden, ebenso ein
kleines bewirtschaftetes Clubhaus, Treibstoff gibt es nicht.
Das Dorf verfügt über einen Supermarkt und eine Post, aber über
keine Apotheke, eine Sparkasse und einem Geldautomaten. Unterkunft ist in Privatquartieren
möglich. Weit über das Dorf hinaus bekannt ist das "Schipperhus",
Restaurant und Kneipe ohne Ruhetag und durchgehend geöffnet (bis der letzte
Kunde geht). Der Wirt war 1998 auch gleichzeitig das Büro des Verkehrsvereines,
so daß alle Informationen hier gebündelt sind. Das Seebad Dierhagen
setzt keine großen Akzente und ist vom Boddenhafen etwa 2km entfernt,
der Fußmarsch lohnt sich nur für alle Badehungrigen. Der Hafen wurde
im Frühjahr komplett saniert !!!
Strom und Wasser gibt es im Hafen, Einkaufsmöglichkeiten im Ort. Die Lokale rund um die Kirche schließen um 14:30 ihre Küche und am Hafen selbst wird in einer Art Biergarten frisch geräucherter Fisch (und Bier) angeboten.
Althagen gehört zum Ostseebad Ahrenshoop und der Haupthafen ist mit einer Wassertiefe von bis zu 2,3m auch für größere Schiffe bequem anzulaufen. ( - normalerweise ! - Achtung ! - Modder ohne Ende ) Hafen soll 1999 umgestaltet werden !
Bereits zu Kaisers Zeiten wurde in Althagen eine regelmäßig eine Regatta der Fischer mit Ihren Zeesenbooten durchgeführt. Nachzulesen ist die Regattageschichte auf den ersten Seiten der Speisekarte des Fischlokales Räucherhus , direkt am Hafen. Allein das Räucherhus wäre Grund genug Althagen anzulaufen (rechtzeitig kommen oft sehr voll), doch Althagen hat noch mehr zu bieten, nämlich den Kunstkaten. Um die Jahrhundwende gab es in Ahrenshoop eine veritable Künstlerkolonie und die Kunstkaten sind als Austellungsraum immer noch übrig. Ansonsten ein eher beschaulicher Ort mit schönem Strand an der Ostsee.
An der NO-lichsten Spitze des Darß liegt der Hafen Darßer Ort, kein Boddenhafen sondern ein Ostseehafen. Der Hafen kann nur als Schutzhafen herhalten (Nothafenverordnung), touristisch gesehen ist er auch völlig uninteressant. Der Hafen hat keine Versorgungsmöglichkeiten und liegt mehrere Kilometer zu Fuß (!) vom nächsten Campingplatz (mit Einkaufsmöglichkeit) entfernt.
Sozusagen auf der Festlandseite des Bodden der den Namen der Stadt trägt. Ein größerer Hafen mit ausreichender Wassertiefe, Slip, Strom und Wasser vorhanden aber keine Tankstelle. Die Einfahrt ist befeuert, und bei Tag sind die Windgeneratoren NO-lich des Hafen weithin zu sehen.
Öffnungszeiten : Täglich außer sonntags von 8.30 bis 9.15 Uhr; Di, Mi, Fr, So von 19.30 bis20.15 Uhr ( bitte in der Tagespresse nachschlagen !!! )
Der
Ort Zingst auf der gleichnamigen Insel (der Dritten im Bunde) ist gut hergerichtet
worden. Der Hafen hat Slip und Tankstelle, ist ausreichend tief, und neben dem
Hafenmeisterbüro sind auch die sanitären Einrichtungen völlig neu
erstanden. Ein idealer Ausgangspunkt für Radwanderungen über die Deiche,
oder zum Baden an die Ostsee (zu Fuß erreichbar). Auf der Ostseeseite gibt
es einen lebhaften Badebetrieb, der allerdings gut geregelt und eingeteilt ist,
im Ort sind Geschäfte und Restaurants ausreichend vorhanden, ebenso sind
natürlich Post und Banken vorhanden.
Barth auf der Südseite der Barther Bodden gelegen hat eine lange maritime Tradition und schon im 18. Jahrhundert wurden in Barth und Umgebung Schiffe gebaut, so weist die Stadtchronik aus, das allein 1783 in der Region 100 Schiffe gebaut wurden. Noch bis 1870 gab es in und um Barth eine Reihe von Werften. Barth ist eines Zentren der Region und entsprechend gut ist die Versorgung und Entsorgung.
Der westliche Teil des Hafen wird vom örtlichen Club belegt (mit öffentlichem Clubhaus), hier ist auch ein Stützpunkt der Kreuzerabteilung . Der Schwimmsteg in der Mitte des westlichen Beckens ist privat erbaut worden, und das ganze östliche Becken ist im Moment Baustelle, da die Stadt Barth völlig neue Hafenanlagen erstellen läßt. Der Hafen ist im Sommer recht voll.
An der Pier zwischen Ost- und Westbecken liegt ein blau/weißes Motorboot vertäut, das als schwimmender Kiosk benutzt wird und Kaffe, Bier, Wasser etc. anbietet und dies zu erstaunlich niedrigen Preisen (Flasche Bier DM 2,--) und prompter Bedienung, beides kann man von dem Eiskaffe an der Hafenstraße nicht sagen.
Vom Hafen aus sieht man die massige Kirche (sehenswert) und mit wenigen Schritten ist man vom Hafen zum Marktplatz von Barth gelangt. Hier gibt es nicht nur Geschäfte und Banken, sondern man mag es kaum glauben- einen Irish Pub mit Live-Musik. Wir selbst konnten dies aber nicht genießen, der Pub öffnet erst um 19:00 und da waren wir schon wieder weiter gefahren.
Die Hansestadt Stralsund liegt natürlich nicht mehr am Bodden, wer aber in der Gegend Urlaub macht sollte sie unbedingt besuchen, wenn nicht per Boot, dann mit Fahrrad oder Auto.
Stralsund war nach Lübeck die mächtigste Stadt im Ostseeraum und dies ist in der Altstadt bis heute zu sehen. Unbedingt ansehen sollte man sich das Rathaus mit der Nokolai-Kirche. Die Stadtväter hatten bereits im 13. Jahrhundert vorweg genommen was heute Mode ist, der ebenerdige Teil des Rathauses war bereits damals ein Kauf- und Warenhaus, darüber liegt der Versammlungssaal. Weder ein Stadtbrand noch Wallenstein (der 1628 die Stadt vergeblich belagerte) konnten diesen Bauten etwas anhaben, aber 40 Jahre "real existierender Sozialismus" haben die Nikolaikirche in eine Ruine verwandelt (und nicht nur diese).
Weiter sehenswert ist die Marienkirche (klettern Sie die 345 Stufen zum Turm hoch, es lohnt sich). Hunderte von historischen Bauten zählt die Altstadt um die sich 40 Jahre niemand gekümmert hat. Erst bei einem Bruchteil konnten überhaupt die wichtigsten Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt, es wird Jahrzehnte dauern, die Schäden die der Sozialismus hinterlassen hat auch nur in den Griff zu bekommen.
Unbedingt anschauen sollte man sich das Meeresmuseum in Stralsund
(Mai bis Oktober täglich 10:00 bis 17:00 Erw. DM 7,--) . Schon die
Lage in einem alten Kloster ist sehenswert. In dem leeren Kirchenraum hat
man mit Stahlgerüsten (wie auf einer Messe) mehrere Ebenen errichtet.
Auf diesen Ebenen werden nicht nur exotische Meerestiere gezeigt (ausgestopft,
aus Plastik oder als Skelette), sonder auch detailliert die Flora und Fauna
der Ostsee in sog. Panoramen.
Eine Sonderschau informiert über Fischfang und Fischindustrie
in der ehemaligen DDR und im Keller und einem Anbau befinden sich die Aquarien,
die so schnell keine Konkurrenz fürchten müssen. Hinweglesen
muß man allerdings über etliche Texte, doch wohl noch aus der
Tradition der alten Erziehungsmethoden stammen, auch das hohe Lied auf
die DDR-Fischerei ist alles andere als unpolitisch, aber trotzdem das Museum
ist ein MUSS bei einem Ausflug nach Stralsund.
Häfen hat Stralsund genug, da gibt es für Yachten einmal die
Nordmole, dann ist neben dem Hafenmeister eine Zugbrücke (Öffnungszeiten
variabel; über UKW Stralsund Port erfragen) die in die Innenstadthäfen
führt (Dayboote haben einen eigenen Anleger im Innenstadtkanal), dann
gibt es auf der vorgelagerten Insel die Häfen Dänholm Nord und
Süd
und schließlich gibt es noch den Yachthafen Stralsund selbst.
Yachtausrüster, Tankstelle und Wasser ist alles vorhanden.