Die häufigsten Fragen + Antworten rund um den Hafen Ribnitz gibt's hier !


Die Boddengewässer

Zwischen Rostock und Rügen gibt es eine einzigartige Landschaft, die für nahezu jeden Urlauber etwas bietet, vom Wandern in großen Wäldern über ausgedehnte Badestrände an der Ostsee, Kultur pur auf fast jedem Schritt bis hin zum Wassersport mit verträumten Häfen in dem Boddenrevier.

Viel ist seit der "Wende" schon geschehen, aber natürlich hat der Wassersport in Nordvorpommern noch keine Infrastruktur wie am Bodensee oder den holländischen Binnengewässern, doch gerade deshalb ist es so reizvoll dort.

Das Revier im Nordosten Deutschlands wird gebildet aus drei Inseln Fischland, Darß und Zingst, die im Laufe der Jahrhunderte versandeten und eine abgewinkelte Landzunge bilden. Die Bodden sind recht flach, die tiefste Stelle wird 4m kaum überschreiten und bis in die freie Ostsee müssen eine Reihe von engen Fahrwassern überwunden werden. Nichts für tiefgehende Kielyachten also, die Schiffe der Wahl sind flache Motorboote oder Jollenkreuzer wenn man segeln möchte. Das klassische Schiff der Region ist das Zeesboot, ein etwa 10 bis 12 Meter langes Fischerboot (Gaffelsegler) in Klinkerbauweise mit starken Sprung und Mittelschwert. Es gibt noch einige, doch natürlich nicht mehr als Fischerboote, sondern als Privatboote oder als Ausflugsboote für Touristen.

Was ist das ideale Boot für die Gewässer ? Die fehlende Tiefe legt flache Boote also Dayboats oder Jollen nahe, doch sollte man das Revier nicht unterschätzen ! Bei Starkwind (und den gibt es hier häufiger) kann ein kräftiger und höchst unangenehmer Seegang enstehen, der alles andere als ungefährlich ist. Darüber hinaus kann es in den engen Fahrwassern starke Strömungen geben, so daß eine kräftiger und zuverlässiger Motor (vor allem auch für Segler, die ja meist nur einen Flautenschieber haben) notwendig ist. Auch die Sicherheitsausrüstung sollte man entsprechend der offenen Ostsee und nicht wie am Starnberger See mitführen, und nicht zu vergessen einen vollen Reservekanister (Tankstellen sind nicht in jedem Hafen vorhanden). Natürlich kann man in den Boddenrevieren auch Schiffe chartern, und zwar sowohl tage- als auch wochenweise, doch ist das Angebot noch vergleichsweise klein gegenüber den arrivierten Charterrevieren. Die Idealkombination ist wohl Boot und Ferienwohnung, und Ferienwohnungen gibt es viele in dem Revier.

INHALT: 


REISEZEIT   ANREISE UNTERKUNFT   SLIPS, KRÄNE   VERSORGUNG

Die Häfen unserer Region : 

ALTHAGEN  BARTH RIBNITZ  STRALSUND ZINGST

REISEZEIT / WETTER

Die Reisezeit hängt natürlich von den persönlichen Präferenzen (Schulferien etc) ab, doch wer von solchen Einflüssen unabhängig ist (und wem Wind nichts ausmacht) der sollte ruhig die Vor- oder Nachsaison wählen. Gerade die Nachsaison bietet sich an, das Wasser ist noch warm genug (auch in der Ostsee) , die Landschaft noch grün, aber wesentlich weniger Touristen stören die (Urlaubs-)Ruhe.

Das Wetter ist -wie immer an der See- wesentlich ausgeglichener, so herrscht von Mai bis September ein angenehmes Klima. Das Klima selbst gilt als "Reizklima" und ohne auf die medizinische Dinge eingehen zu wollen, darf man sagen : es ist eine Erholung für jeden der von Heuschnupfen geplagt ist.


 

Langjähriges Mittel        MAI     JUNI     JULI     AUG.    SEPT.   OKT.

Temp in °C Tag               16,8       20,1      22,0      21,4       18,0     12,4

Temp in °C Nacht             6,9       10,3      12,9      12,6         9,3       5,9

Sonnenstunden                  7,4         7,5        7,0          6          5,3       3,0

Regentage                          12          12         15        14          13        18

Temp Ostsee °C                  9          13         16        17           15        12
 


ANREISE

Die meisten Urlauber werden wohl mit dem Auto kommen, und vielleicht noch ein Boot auf dem Hänger haben. Die Anreise aus den alten Bundesländern wird fast immer über Hamburg und Lübeck erfolgen und dann entlang der B105 bis Ribnitz-Damgarten, um dann hier am Saaler Bodden das Boot zu Wasser zu lassen. Die Straßenverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere aber in Nordvorpommern haben sich zwar in den letzten Jahren deutlich verbessert, ABER wenn Sie mit Hänger fahren, planen Sie ab Lübeck 30% mehr Zeit als gewohnt ein. Erstens ist die B 105 hoffnungslos überfüllt, da sich der ganze Durchgangsverkehr zusammen mit den Schwerlastern eine schmale Bundesstraße teilen muß, und zweitens sind ab Wismar alle Seiten- und Nebenstraßen entweder Kopfsteinpflaster mit Schlaglöchern oder Sandstraßen mit Schlaglöchern oder (wie auf Rügen) auch nur Schlaglöcher !

Dazu kommt, daß viele Straßen von Alleebäumen gesäumt werden, ein unvergesslicher Anblick aber leider sieht man den Gegenverkehr schlecht, wenn dieser kein Licht eingeschaltet hat, daher Abblendlicht an auf allen Alleen !

Slips, Kräne und Werften

Leider ist Nordvorpommern auf diesem Gebiet noch etwas unterversorgt und wer ein großes Boot zu Wasser lassen will, wird um Rostock kaum herumkommen, da aber immer mehr gebaut wird ist Nachfragen angesagt (siehe Kasten INFO). Folgende Informationen haben wir bekommen :

Slips

Rostock, Zingst, Barth, Bodstedt, Wustrow (0,5t), Ribnitz-Damgarten, Saßnitz (Rügen), Stralsund, Greifswald

Kräne

Greifswald 7t, Yachthafen Ladebow 10t, Ribnitz ( Mobilkran 12,5t ), Zingst (Autokran und 1,5t im Seesportverein), Barth (5t bei der Werft), Stralsund (siehe unten), Saßnitz (Rügen), Schaprode (auf Hiddensee), Rostock.
In Stralsund haben wir im Yachthafen keinen Kran gesehen, aber die Verladekräne zwischen Hafenverwaltung und Ziegelgrabenbrücke sind benutzbar (Hafenmeister fragen!).

Werften

Auch hier ist natürlich alles in Rostock vorhanden, aber Schiffsausrüster gibt es inzwischen viele und auch eine Reihe von kleineren Werkstätten und Werften, es gibt auch einige Segelmacher in der Region. Nachfolgend unser Stand der Dinge (A=Ausrüster, WS=Werkstatt, WFT = Werft)

Rostock (A/WS/WFT), Barhöft (A/WS), Barth (A/WS/WFT), Wustrow (WS), Vitte(WS), Ribnitz-Damgarten (A/WS/WFT), Schaprode (Hiddensee, A/WS), Wiek(WS/WFT), Stralsund (A/WS/WFT).

Tanken

Das Tankstellen-Netz für Boote ist nicht vergleichbar mit den alten Bundesländern, so daß hier eine gewisse (aber nicht übertriebene) Planung angesagt ist. Sicherheitshalber sollte man den guten alten Reservekanister (20 Liter ) mitnehmen. Tankstellen am Wasser in : Zingst, Vitte, Schaprode, Saßnitz (Rügen) und Stralsund.

SONSTIGE VERSORGUNG

Einkaufen

Die großen Supermarktketten sind inzwischen natürlich überall in der Region zu finden, die Versorgung mit Proviant und Getränken ist daher völlig problemlos.

Telefon

Hatte man nach der Wende noch Probleme mit Telefon und Telefax in den neuen Ländern, so gehört auch dies heute der Vergangenheit an, und die Besitzer von Mobiltelefonen (zumindest was das D- und C-Netz betrifft) sind so gut wie immer im Bereich von Funksendern.

Geld

Banken gibt es in (fast) jedem Dorf, Geldautomaten zumindest in den größeren Orten wie Barth, Ribnitz-Damgarten etc. Die Banken sind fast immer am Marktplatz zu finden, meist zwei bis drei direkt nebeneinander.

UNTERKUNFT

Wenn Sie sich sich eine Ferienwohnung mieten, um dann mit dem Boot Ausflüge zu machen, dann haben Sie die Wahl vom Luxushotel bis zum einfachen Zimmer oder Campingplatz. Sie können teuer wohnen und sich verwöhnen lassen, oder ein einfaches Quartierbelegen, z. B.  in Dierhagen in einem Zimmer mit großer Terasse und zahlten für zwei Personen incl. Frühstück € 30,--/Nacht, so ist das in Mecklenburg-Vorpommern.

Wenn Sie ohne vorbestellte Unterkunft fahren sollten Sie folgendes beachten :

VERPFLEGUNG

Das Essen in Nordvorpommern ist bodenständig und gut ! Wirklich schlecht ist das Essen eigentlich nur in Lokal-Ketten, die aus dem Westen der Republik kommen, oder in den neu erbauten Luxushotels in den Seebädern. Im Boddenrevier selbst gibt es natürlich vor allem Fisch und dies in jeder Form. An fast jeder Straßenecke, bestimmt aber in jedem Hafen gibt es Frischfisch und vor allem Räucherfisch. Reizvoll ist die Tatsache, das im Bodden Aal und Zander gefangen werden und aus der Ostsee die Butts auf den Tisch kommen.

FISCH SATT ist die Devise im Boddenrevier, dabei sollte eine Kutterscholle mit Speck und Kartoffelsalat nicht mehr als € 7,-- bis 9,-- kosten und ein Babyzander bei € 11,-- liegen, der Aal geräuchert oder gebraten sollte um DM 18,-- kosten (1998).

Eine kleine Anmerkung noch zu den Sprachgewohnheiten, daß ein Broiler ein Hähnchen ist, hat sich ja in der Republik herumgesprochen. In der Region wird in vielen Lokalen aber als Vorspeise "Würzfleisch" angeboten, -- Sie wissen nicht was das ist ? Ganz einfach, eine Art Ragout Fin und kommt überbacken in einer kleinen Porzellanform. Nur mit Vorsicht und landesüblich mit (viel) Worchester Sauce zu genießen.

GETRÄNKE

Bier ist auch in Vorpommern -wie überall in Deutschland- das Getränk der Wahl, der Preis für eine "Halbe" liegt zwischen € 2,50 und € 3,50 für lokales Gebräu, aber es ist auch die 0,5 l Flasche für € 1,-- (!!) zu bekommen, und dies noch dazu im Hafen von Barth. (s.u.)

Getrunken wird natürlich Pils aber - wir waren erstaunt - in fast jedem Lokal wurde bayerisches Weißbier angeboten, und dies zu Preisen die unter den Preisen der Münchner Großgastronomie liegen.

Bei den "geistigen Getränken" steht natürlich der KORN im Vordergrund und (warum wohl) der WODKA. Beides ist in guter Qualität bereits für € 1,00 bis € 2,-- pro 2cl zu haben (stimmt schon, kein Druckfehler).

Wein dagegen wirft ein echtes Problem auf, in den selbst ernannten "Luxushotels" ist der "Aldi"-Pinot Grigio kaum zu bezahlen und in den bodenständigen Kneipen sahen wir die gleiche Weinkarte eines Grossisten mit so großen Preisvariationen, das wir vom Genuß Abstand genommen haben. Ausnahmen mag es geben, wir zumindest keine gefunden.

ÖFFNUNGSZEITEN

Natürlich gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern das deutsche Ladenschlußgesetz, allerdings sind wohl viele Wirte der Meinung, daß Ihnen auch während der Hauptsaison eine 35 Stunden Woche ausreicht. Trotz Hauptsaison schließen die meisten Restaurants um 14:00 oder 14:30 ihre Küche und wer zu spät kommt, dem muß die Imbißbude ausreichen, denn Service und Kundenfreundlichkeit wird leider vielerorts recht klein geschrieben. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und eine der rühmlichen Ausnahmen soll nicht verschwiegen werden, das SCHIPPERHUS in DIERHAGEN ca. 300m von Hafen Dierhagen entfernt findet sich dieses kleine Restaurant, das fast alle Vorzüge für sich verbuchen kann : 365 Tage im Jahr geöffnet, keine Mittagspause, reelle Preise und eine vorzügliche bodenständige Küche mit absolut frischem Fisch.

DAS REVIER

ALLGEMEINES

Die Boddengewässer sind - wie bereits gesagt - sehr flach und es gibt enge und lange Fahrrinnen zu überwinden. Die Fahrwasser sind alle betonnt, und die meisten Häfen sind mit einer Befeuerung versehen (Ober- und Unterfeuer), eine gute Karte ist aber unerläßlich (siehe Kasten INFO). Die Häfen sind eher beschaulich und ruhig, den Trubel südlicher Häfen sucht man hier vergebens und verglichen mit dem hoffnungslos überfüllten Bodensee ist es geradezu paradiesisch. Die Boddengewässer sind sicher für einen 14-Tage Urlaub völlig ausreichend, doch kann man selbst mit kleineren Booten (an der Küste entlang und bei schönem Wetter) vom Bodden aus nach Stralsund oder nach Rügen kommen.

Ein guter Rat ist es (Klapp-)Fahrräder mitzunehmen, denn die Region ist ideal für Fahrräder geeignet und sie sind auch beim Einkauf im Dorf hilfreich, vor allem wenn der Supermarkt weit weg auf der freien Wiese liegt.

RIBNITZ

hafenplan ribnitz-damgarten

Am Südende des Saaler Bodden gelegen sind die Gemeinden Ribnitz und Damgarten erst seit 1952 eine Stadt. Die Gemeinde war früher Grenzstadt mit einer mächtigen sehenswerten Marienkirche nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Die Stadt selbst ist Einkaufszentrum der Region; Supermärkte und etliche Geschäfte finden sich in der Stadt, eine Großtankstelle am Stadtrand (Richtung Rostock).

Im Frühjahr 2001 wurde eine wunderbare neue Slipanlage im Stadthafen eingeweiht. Diese ist öffentlich und kostenlos. Die max. Belastung sollte 5 Tonnen nicht überschreiten. Ein Mobilkran kann bei Bedarf unter der Telefonummer 03821-720707 bzw. 0171-7483163 angefordert werden. Gastliegeplätze gibt es im Stadthafen oder beim Segelclub mit WC und Duschen ( östlich dieses Kartenausschnittes ).

Banken sind am Marktplatz (300m vom Hafen) ebenso Apotheke und Ärzte.
Sehenswert ist das BERNSTEIN - MUSEUM (09:30-16:30, Erw. € 2,--). Wer allerdings Bernstein kaufen möchte, der sollte weder im Museum noch in den Geschäften am Markt kaufen, sondern einen der kleinen Handwerksbetriebe in Ribnitz aufsuchen, die den Bernstein verarbeiten. Es gibt übrigens drei Güteklassen von Bernstein : unter der Bezeichnung BERNSTEIN allein versteht man auch Abfälle oder Reste, die unter Druck und Hitze wieder zusammengepresst wurden. ECHT BERNSTEIN ist zwar nicht aus Abfall neu gewonnen, sondern ein echter Stein, der aber auch künstlich behandelt wurde (z.B. geklärt um durchsichtig zu werden). Nur die Bezeichnung ECHT NATUR BERNSTEIN garantiert einen wirklichen Bernstein. Das Rohmaterial für die Schmuckstücke kommt übrigens nur zum Teil aus der Ostsee , das meiste Material kommt aus den Tagebauten bei Bitterfeld (richtig, aus dem Binnenland). Wenn Sie aber trotzdem selbst suchen wollen, dann haben Sie die besten Chanchen kurz nach Sonnenaufgang, wenn Tags zuvor eine steifer NO mit mindestens 6 Bft geweht hat.

DIERHAGEN

hafenplan dierhagen

Ein dreigeteilter Ort, es gibt Dierhagen-Dorf mit dem Boddenhafen, Seebad Dierhagen mit Strand an der Ostsee und Dierhagen Ost ebenfalls auf der Ostseeseite. Dierhagen ist eigentlich ein idealer Ausgangspunkt für die Boddenlandschaft. Der neu ausgebaggerte Boddenhafen verfügt maximal über eine Tiefe von 2,2 m (und auch das nicht immer), so daß man nur mit flachgehenden Booten einlaufen kann, Slipanlage + Wasseranschluß ist vorhanden, ebenso ein kleines bewirtschaftetes Clubhaus, Treibstoff gibt es nicht.
Das Dorf verfügt über einen Supermarkt und eine Post, aber über keine Apotheke, eine Sparkasse und einem Geldautomaten. Unterkunft ist in Privatquartieren möglich. Weit über das Dorf hinaus bekannt ist das "Schipperhus", Restaurant und Kneipe ohne Ruhetag und durchgehend geöffnet (bis der letzte Kunde geht). Der Wirt war 1998 auch gleichzeitig das Büro des Verkehrsvereines, so daß alle Informationen hier gebündelt sind. Das Seebad Dierhagen setzt keine großen Akzente und ist vom Boddenhafen etwa 2km entfernt, der Fußmarsch lohnt sich nur für alle Badehungrigen. Der Hafen wurde im Frühjahr komplett saniert !!!

WUSTROW

Sehr gut geschützt im Saaler Bodden. Der kleine Hafen hinter der Kirche ist ruhig, mehrere Slips sind vorhanden und auch eine kleine Werkstatt. Der Hafen ist vollkommen saniert worden und bietet somit ideale Voraussetzungen für Sie als Gastlieger. Im Hafen machen Zeesenboote und Ausflugsboote (MS Boddenkiker) fest, und der Ostseestrand ist leicht zu Fuß zu erreichen. Bis 1992 gab es hier eine Navigationsschule und der kleine Ort hat viel von der Tradition bewahrt.

Strom und Wasser gibt es im Hafen, Einkaufsmöglichkeiten im Ort. Die Lokale rund um die Kirche schließen um 14:30 ihre Küche und am Hafen selbst wird in einer Art Biergarten frisch geräucherter Fisch (und Bier) angeboten.

ALTHAGEN

hafenplan althagen

Althagen gehört zum Ostseebad Ahrenshoop und der Haupthafen ist mit einer Wassertiefe von bis zu 2,3m auch für größere Schiffe bequem anzulaufen. ( - normalerweise ! - Achtung ! - Modder ohne Ende ) Hafen soll 1999 umgestaltet werden !

Bereits zu Kaisers Zeiten wurde in Althagen eine regelmäßig eine Regatta der Fischer mit Ihren Zeesenbooten durchgeführt. Nachzulesen ist die Regattageschichte auf den ersten Seiten der Speisekarte des Fischlokales Räucherhus , direkt am Hafen. Allein das Räucherhus wäre Grund genug Althagen anzulaufen (rechtzeitig kommen oft sehr voll), doch Althagen hat noch mehr zu bieten, nämlich den Kunstkaten. Um die Jahrhundwende gab es in Ahrenshoop eine veritable Künstlerkolonie und die Kunstkaten sind als Austellungsraum immer noch übrig. Ansonsten ein eher beschaulicher Ort mit schönem Strand an der Ostsee.

DARßER ORT / PREROW

Hier eigentlich nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Der Darß ist die mittlere der drei zusammengewachsenen Inseln und sehr waldreich. PREROW ist ein bekanntes Ostseebad mit langem Strand besonders sehenswert ist der naturbelassene Weststrand, während sich am Nordstrand das typische Badeleben abspielt. Prerow war sozusagen das RIMINI des real existierenden Sozialismus und hat sich nun zum Rimini des Kapitalismus gewandelt. Es gibt einen komplett ausgebauten ( fast gar nicht genutzten ) sehr schönen Wasserwanderrastplatz.

An der NO-lichsten Spitze des Darß liegt der Hafen Darßer Ort, kein Boddenhafen sondern ein Ostseehafen. Der Hafen kann nur als Schutzhafen herhalten (Nothafenverordnung), touristisch gesehen ist er auch völlig uninteressant. Der Hafen hat keine Versorgungsmöglichkeiten und liegt mehrere Kilometer zu Fuß (!) vom nächsten Campingplatz (mit Einkaufsmöglichkeit) entfernt.

WIECK

Auf der Boddenseite des Darß liegt der kleine Hafen von Wieck. Es ist wohl der gelungenste Wasserwanderrastplatz der Region. Die Zufahrt ist leider nicht betonnt, deshalb ist eine Nachtansteuerung nicht zu empfehlen. Verschiedenste Versorgungsmöglichkeiten. Alles in allem eher etwas für Ruhesuchende oder Partycrews, die das tolle Platzangebot des Hafengeländes nutzen wollen.

BODSTEDT

Sozusagen auf der Festlandseite des Bodden der den Namen der Stadt trägt. Ein größerer Hafen mit ausreichender Wassertiefe, Slip, Strom und Wasser vorhanden aber keine Tankstelle. Die Einfahrt ist befeuert, und bei Tag sind die Windgeneratoren NO-lich des Hafen weithin zu sehen.

MEININGENBRÜCKE

Öffnungszeiten : Täglich außer sonntags von 8.30 bis 9.15 Uhr; Di, Mi, Fr, So von 19.30 bis20.15 Uhr ( bitte in der Tagespresse nachschlagen !!! )

ZINGST

hafenplan zingstDer Ort Zingst auf der gleichnamigen Insel (der Dritten im Bunde) ist gut hergerichtet worden. Der Hafen hat Slip und Tankstelle, ist ausreichend tief, und neben dem Hafenmeisterbüro sind auch die sanitären Einrichtungen völlig neu erstanden. Ein idealer Ausgangspunkt für Radwanderungen über die Deiche, oder zum Baden an die Ostsee (zu Fuß erreichbar). Auf der Ostseeseite gibt es einen lebhaften Badebetrieb, der allerdings gut geregelt und eingeteilt ist, im Ort sind Geschäfte und Restaurants ausreichend vorhanden, ebenso sind natürlich Post und Banken vorhanden.

 

 

 

 

BARTH

hafenplan barth

Barth auf der Südseite der Barther Bodden gelegen hat eine lange maritime Tradition und schon im 18. Jahrhundert wurden in Barth und Umgebung Schiffe gebaut, so weist die Stadtchronik aus, das allein 1783 in der Region 100 Schiffe gebaut wurden. Noch bis 1870 gab es in und um Barth eine Reihe von Werften. Barth ist eines Zentren der Region und entsprechend gut ist die Versorgung und Entsorgung.

Der westliche Teil des Hafen wird vom örtlichen Club belegt (mit öffentlichem Clubhaus), hier ist auch ein Stützpunkt der Kreuzerabteilung . Der Schwimmsteg in der Mitte des westlichen Beckens ist privat erbaut worden, und das ganze östliche Becken ist im Moment Baustelle, da die Stadt Barth völlig neue Hafenanlagen erstellen läßt. Der Hafen ist im Sommer recht voll.

An der Pier zwischen Ost- und Westbecken liegt ein blau/weißes Motorboot vertäut, das als schwimmender Kiosk benutzt wird und Kaffe, Bier, Wasser etc. anbietet und dies zu erstaunlich niedrigen Preisen (Flasche Bier DM 2,--) und prompter Bedienung, beides kann man von dem Eiskaffe an der Hafenstraße nicht sagen.

Vom Hafen aus sieht man die massige Kirche (sehenswert) und mit wenigen Schritten ist man vom Hafen zum Marktplatz von Barth gelangt. Hier gibt es nicht nur Geschäfte und Banken, sondern man mag es kaum glauben- einen Irish Pub mit Live-Musik. Wir selbst konnten dies aber nicht genießen, der Pub öffnet erst um 19:00 und da waren wir schon wieder weiter gefahren.

STRALSUND

hafenplan stralsund

Die Hansestadt Stralsund liegt natürlich nicht mehr am Bodden, wer aber in der Gegend Urlaub macht sollte sie unbedingt besuchen, wenn nicht per Boot, dann mit Fahrrad oder Auto.

Stralsund war nach Lübeck die mächtigste Stadt im Ostseeraum und dies ist in der Altstadt bis heute zu sehen. Unbedingt ansehen sollte man sich das Rathaus mit der Nokolai-Kirche. Die Stadtväter hatten bereits im 13. Jahrhundert vorweg genommen was heute Mode ist, der ebenerdige Teil des Rathauses war bereits damals ein Kauf- und Warenhaus, darüber liegt der Versammlungssaal. Weder ein Stadtbrand noch Wallenstein (der 1628 die Stadt vergeblich belagerte) konnten diesen Bauten etwas anhaben, aber 40 Jahre "real existierender Sozialismus" haben die Nikolaikirche in eine Ruine verwandelt (und nicht nur diese).

Weiter sehenswert ist die Marienkirche (klettern Sie die 345 Stufen zum Turm hoch, es lohnt sich). Hunderte von historischen Bauten zählt die Altstadt um die sich 40 Jahre niemand gekümmert hat. Erst bei einem Bruchteil konnten überhaupt die wichtigsten Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt, es wird Jahrzehnte dauern, die Schäden die der Sozialismus hinterlassen hat auch nur in den Griff zu bekommen.

Unbedingt anschauen sollte man sich das Meeresmuseum in Stralsund (Mai bis Oktober täglich 10:00 bis 17:00 Erw. DM 7,--) . Schon die Lage in einem alten Kloster ist sehenswert. In dem leeren Kirchenraum hat man mit Stahlgerüsten (wie auf einer Messe) mehrere Ebenen errichtet. Auf diesen Ebenen werden nicht nur exotische Meerestiere gezeigt (ausgestopft, aus Plastik oder als Skelette), sonder auch detailliert die Flora und Fauna der Ostsee in sog. Panoramen.
Eine Sonderschau informiert über Fischfang und Fischindustrie in der ehemaligen DDR und im Keller und einem Anbau befinden sich die Aquarien, die so schnell keine Konkurrenz fürchten müssen. Hinweglesen muß man allerdings über etliche Texte, doch wohl noch aus der Tradition der alten Erziehungsmethoden stammen, auch das hohe Lied auf die DDR-Fischerei ist alles andere als unpolitisch, aber trotzdem das Museum ist ein MUSS bei einem Ausflug nach Stralsund.

Häfen hat Stralsund genug, da gibt es für Yachten einmal die Nordmole, dann ist neben dem Hafenmeister eine Zugbrücke (Öffnungszeiten variabel; über UKW Stralsund Port erfragen) die in die Innenstadthäfen führt (Dayboote haben einen eigenen Anleger im Innenstadtkanal), dann gibt es auf der vorgelagerten Insel die Häfen Dänholm Nord und Süd und schließlich gibt es noch den Yachthafen Stralsund selbst. Yachtausrüster, Tankstelle und Wasser ist alles vorhanden.



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